Wirkungsweise und Gefahren von Chlorreinigern

Mit den Hauptwirkstoffen von Chlorreinigern, Natriumhypochlorit oder Aktivchlor, haben die meisten Menschen wahrscheinlich vor allem in öffentlichen Frei- oder Schwimmbädern ihre ersten Erfahrungen gemacht. Dort wird Chlor unter das Badewasser gemischt, damit keine Bakterien entstehen.

Viele Anwender schwören auf die Verwendung von chlorhaltigen Reinigungsmitteln für die Unterhaltsreinigung zu Hause. Hersteller von Chlorreinigern werben mit den vielen, verschiedenen Einsatzmöglichkeiten. Als mögliche Anwendungsbereiche werden hier zum Beispiel das Aquarium, die Kaffeemaschine, Fliesenfugen oder das WC genannt – nahezu alles soll sich mit Chlorreinigern reinigen lassen. Auch wenn Chlorreiniger vielseitig und wirkungsvoll sind, sollten Sie nicht wie ein Allzweckreiniger eingesetzt werden. Vor allem der Umweltaspekt ist bei der Entscheidung, ob ein Chlorreiniger zum Einsatz kommen soll oder nicht, beachtet werden.

Wer auf seine Gesundheit achtet und die Umwelt schonen will, sollte auf chlorhaltige Reinigungsmittel besser verzichten und auf umwelt- und gesundheitsschonendere Alternativen zurückgreifen.

Natriumhypochlorit greift die Gesundheit an

Der aggressive Wirkstoff Natriumhypochlorit reizt die Haut und auch die Schleimhäute. Er kann Augen und Atemwege schädigen und kann bei Hautkontakt Ekzeme auslösen.

Um die Risiken bei der Verwendung von Chlorreinigern so gering wie möglich zu halten, sollten beim Reinigen auf jeden Fall Handschuhe getragen und die Augen geschützt werden, gegebenenfalls durch eine Schutzbrille. Außerdem sollte während der Arbeit stets auf eine ausreichende Lüftung der Räume geachtet werden.

Vorsicht!

Man sollte niemals chlorhaltige Putzmittel gemeinsam mit Säuren oder sauren Reinigern, wie zum Beispiel WC-Reiniger oder Entkalker benutzen oder mischen! Chlorreiniger in Kombination mit säurehaltigen Reinigern bildet Chlorgas, welches in höchstem Maße giftig ist. Im schlimmsten Fall kann das freigesetzte Chlorgas sogar tödlich sein. Da Chlorgas darüberhinaus schwerer als Luft ist, sinkt es auf den Boden und kann im Falle von Bewusstlosigkeit dazu führen, dass eine am Boden liegende Person erstickt.

Natriumhypochlorit greift die Umwelt an

Natriumhypochlorit in Verbindung mit organischen Materialen wie beispielsweise Fett kann organische Halogenverbindungen bilden. Diese sind nur sehr schwer biologisch abbaubar und stellen somit eine große Belastung für die Umwelt dar.

Hygienische Sauberkeit auch ohne Chlor

Wer vermeiden will, dass sich die Bakterien im Haushalt verbreiten, sollte sich nur an folgende einfache Hygieneregeln halten:

– Spültücher regelmäßig bei 60 Grad waschen
– Kühlschrank regelmäßig reinigen und verdorbene Lebensmittel aussortieren
– rohe und gegarte Lebensmittel im Kühlschrank getrennt voneinander aufbewahren
– Handtücher und Wischlappen nach Gebrauch rasch trocknen lassen und regelmäßig bei 60 Grad waschen
– vor jedem Kontakt mit Lebensmitteln und nach jedem Toilettengang die Hände waschen
– Abfalleimer häufig leeren und trocken halten

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